Hessische Landtagspräsidentin Astrid Wallmann besucht Deutsche Kinderhospiz Dienste

Frankfurt am Main, 10. Februar 2025: Sie möchte zum Tag der Kinderhospizarbeit auf die Schicksale von lebensverkürzend erkrankten Kindern und Jugendlichen hinweisen: Astrid Wallmann, Präsidentin des Hessischen Landtags. Beim Besuch der Deutschen Kinderhospiz Dienste in Frankfurt am Main erhält sie ein umfassendes Bild über die Arbeit mit Familien, deren Kinder zum Teil so schwer erkrankt sind, dass sie möglicherweise niemals erwachsen werden. Am 10. Februar geht es bundesweit darum, Aufmerksamkeit zu schaffen: zum einen für die betroffenen Familien und die herausfordernde Situation sowie gesellschaftliche Isolation, in der sich viele befinden – zum anderen für die Angebote in der Kinderhospizarbeit, die vor allem in der Begleitung der Familien von Ehrenamtlichen getragen wird. Parallel dazu leuchten bundesweit öffentliche und private Gebäude grün! In Frankfurt beispielsweise der weithin sichtbare Europaturm, Deutschlands zweithöchster Fernsehturm. Ziel der Deutschen Kinderhospiz Dienste ist es, langfristig eine bedarfsgerechte Versorgung der betroffenen Familien in ganz Deutschland zu gewährleisten. 

Zum Tag der Kinderhospizarbeit am 10. Februar fordern die Deutschen Kinderhospiz Dienste ein schnelles Eingreifen der Politik im Bereich der ambulanten Kinderhospizdienste. „Die Unterstützung durch die Bundesregierung ist dringend erforderlich!“, appelliert Vorstand Thorsten Haase. „In Deutschland haben betroffene Familien einen gesetzlichen Anspruch auf die von der WHO empfohlene Hilfe. Leider kann die bestehende Hilfestruktur diesen gesetzlichen Anspruch in Deutschland nicht erfüllen.“ 

100.000 betroffene Familien in Deutschland 

Aktuell leben rund 100.000 Kinder und Jugendliche in Deutschland mit einer lebensbedrohlichen und lebensverkürzenden Erkrankung, davon schätzungsweise allein rund 900 in Frankfurt und Umgebung. Den größten Teil ihrer Versorgung schultern ihre Familien. Hier setzt die Kinderhospizarbeit der Deutschen Kinderhospiz Dienste an: Mittels ausgebildeter Ehrenamtlicher, die sie ambulant in ihrem vertrauten Umfeld begleiten, wird den Familien geholfen, auch weiterhin Lebensqualität und soziale Teilhabe zu erfahren. 

Thorsten Haase, Gründer der Deutschen Kinderhospiz Dienste, erläutert, dass der Begleitungsbedarf für lebensverkürzend erkrankte Kinder und Jugendliche in Deutschland viel höher ist als angenommen: „Von mehr als 100.000 betroffenen Kindern und Jugendlichen werden nur etwa 3.500 durch einen der 180 Kinder- und Jugendhospizdienste in Deutschland begleitet!“ So gäbe es akuten Handlungsbedarf gerade im Dunkelfeld, in dem viele betroffene Familien leben müssen: „Diese rund 96.000 Kinder und ihre Familien in ihrer sozialen Isolation zu erreichen, ist der erste Schritt, um zu helfen. Dazu brauchen wir mehr Kapazitäten bei den ambulanten Kinder- und Jugendhospizdiensten. Wir fordern die politischen Entscheidungsträger auf, dafür zu sorgen, dass Kinderhospizarbeit bedarfsgerecht und flächendeckend in Deutschland finanziert wird.“ 

Landtagspräsidentin Astrid Wallmann
© Foto: Tobias Koch